Arbeite klug, nicht hart!

Dr. Gregory House

Hallo,

„Auf geht´s!“  In einer Runde von gleichgesinnten „Step by Step“-Mädels waren das die Worte, als ich mich 2007 entschloss, mich nebenberuflich selbständig zu machen. Lange habe ich vorher überlegt, warum ich nun als Coach tätig sein wollte und wird es mir diese Arbeit Spaß machen.

Und dann kam die Frage auf, was bedeutet Spaß denn eigentlich?

Wikipedia beschreibt Spaß so:

Heute wird mit etwas macht Spaß eine Tätigkeit beschrieben, die gerne gemacht wird, die Freude, wobei diese meist nachhaltiger ist, bereitet.

Mit jemandem einen Spaß treiben bezeichnet, dass dieser Person ein Streich gespielt wird. Der Spaß ist eine Äußerung, über die gelacht werden kann, ja soll, und gilt als Bestandteil des Humors.

Dann war es mir klar, warum ich als Coach arbeiten wollte und auch weiterhin tätig sein will. Ich habe Spaß an und bei meiner Arbeit. Es bereitet mir viel Freude, wenn ich anderen Menschen mit meinem Wissen und meiner Arbeit weiterhelfen kann. Da komme ich so richtig aus mir heraus, mache mir viel Gedanken, recherchiere und bereite für meine Kunden alles vor. Doch ich will auch ehrlich sein, nicht alle Aufgaben bereiten mir Spaß. Doch wenn ich meine jungen Kunden bei ihrer Berufsorientierung oder bei ihrer Bewerbung unterstütze, höre ich immer wieder, mein Beruf soll mir Spaß bringen. Doch was verstehen die jungen Leute, du oder ich unter Spaß im Beruf?

Ist es, dass immer gute Laune herrscht und alle sich lieb haben? Dass viel gelacht wird bei der Arbeit? Was bedeutet also Spaß bei der Arbeit?

Nun, darüber habe ich mal für mich intensiv nachgedacht.

Ich habe Spaß an meiner Arbeit, wenn ich

  1. im Flow bin – ich konzentriert an einer Sache dran bin
  2. eine Aufgabe erledige, die anderen eine Freude bereitet
  3. kreativ sein kann
  4. neues Terrain betrete
  5. mich weiterentwickeln kann

 

Bei diesen Arbeiten merke ich überhaupt keine Anstrengungen. Kannst du das nachvollziehen?

Mein Arbeitstag hat jedoch nicht nur die oben aufgeführten Arbeiten, sondern noch viele weitere. Es sind Routinearbeiten, Statistiken ausfüllen oder wenn der Drucker streikt, sich um die Fehlerbehebung zu kümmern.

Nun ist Coaching mein Traumjob und die meisten Arbeiten machen mir wirklich spaß. Doch wie ist es, wenn es nicht der Traumjob ist? Kann man dann auch Spaß bei der Arbeit haben?

Meine Antwort lautet ganz klar: JA! Man kann!

Wenn du dir einmal überlegst, wie lange du täglich (7), wöchentlich (35), monatlich (144) oder jährlich (6480) an Stunden einer Arbeit nachgehst, bei der du kein Spaß hast oder Freude empfinden kannst, wie viel Lebensqualität dir dann verloren geht.

Diese Lebenszeit ist einfach zu wertvoll, als sie so ohne Freude zu verschwenden!

Wie schaffe ich es nun, dass ich Spaß an meiner Arbeit finde?

Ich suche mir eine meiner Tätigkeiten aus und versuche, diese immer besser und/oder schneller zu erledigen. Dazu stelle ich meinen Timer und konzentriere mich voll und ganz auf diese Arbeit. Werde ich mit dieser Arbeit immer schnelle, ist das ein Erfolg und dann kommt bei mir Freude auf.

Einer Kundin von mir gelang es so:

Neben ihrer Büroarbeit, die sie schon reichlich auslasten, bekommt sie immer wieder vom Vorgesetzten Nachlieferungen für Gesetzestexte. Nun sind diese Gesetze vielfach auch für ihre Arbeit wichtig und so las sie die Texte jeweils bei der Ablage in dem Ordner. Das dauerte immer ziemlich. Heute überfliegt sie die Vorschau und liest vor der Ablage nur die Neuerungen, die gerade jetzt für ihre Arbeit von Bedeutung sind.  Anschließend heftet sie die Loseblattexte konzentriert ab, ohne auch nur einmal etwas zu lesen. Dabei setzt sie sich vorher für das Abheften ein zeitliches Ziel. Es ist wie bei einer Olympiade, sie will ihre vorherige Zeit unterbieten. Und das ist ihr Spaß dabei.

Das klappt aber nur, wenn es nicht in Stress ausartet. Mit der Zeit kann ich nicht mehr schneller die Tätigkeit erledigen, weil die Zeit ausgereizt ist. Dann suche ich mir eine neue Aufgabe.

Spaß an der Arbeit – was ist es für dich?

Viel Spaß wünscht dir

Heidrun